Natürliches Sonnenlicht...

... ist die Voraussetzung für die Bildung von Vitamin D.

Dieser Vorgang, der in der Haut stattfindet, deckt über 90% des täglichen Vitamin D Bedarfs. Über die Nahrung kommen nur 5 bis 10%. Da es selbst gebildet werden kann, ist es eigentlich kein "Vitamin".
Vielmehr ist es ein Hormon.

Lange Zeit weiß man schon, dass es für den Knochenaufbau und das Immunsystem unverzichtbar ist. Es fördert auch die Synthese der Sexualhormone. Aber nicht nur das - es wirkt im Körper wie ein "Zentralschalter". Vitamin D schaltet in mehr als 30 Organen und Geweben Hunderte von Genen ein, um damit die normalen Körperfunktionen auszulösen und zu steuern. Ist die Vitamin-D-Versorgung unzureichend, kommt es zu Funktionsstörungen. Krankheiten sind die Folge. So steigt mit der Vitamin-D-Mangelversorgung das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle, Brust-, Prostata- und Darmkrebs, Hautkrebs und andere Krebsarten, Diabetes, Multiple Sklerose, Rheuma, Knochen- und Muskelschwäche, Grippe, Tuberkulose, Parkinson, Autismus, Depressionen und Schizophrenie.

Heute weiß man: Das Sonnenlicht beherbergt also einerseits Risiken, andererseits aber viele Vorteile.
Man muss also vernünftig mir der Sonne umgehen.

Aber: Unser Lebensstil wird immer sonnenärmer. Der durchschnittliche Vitamin-D-Spiegel in der Bevölkerung nimmt über die letzten Jahrzehnte kontinuierlich ab. Und wenn wir heute einmal an die Sonne gehen, cremen wir uns dick ein. Doch die empfohlenen Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor verhindern zu 100 Prozent die Vitamin-D-Bildung in der Haut! Die empfohlene "leichte Sommerbekleidung" verhindert weiterhin die Vitamin-D-Bildung. Während der Morgen- und Abendstunden an die Sonne zu gehen, ermöglicht im Sommer durch UVA-Strahlen unter Umständen noch einen Sonnenbrand, aber in dieser Zeit reicht das UVB nicht aus, um nennenswerte Mengen an Vitamin D zu bilden. Wenn die Sonne nicht scheint - wie meist im vergangenen Sommer - wird kein Vitamin D gebildet. Und wenn sie sich hinter den Wolken versteckt, nutzt sie uns auch nichts.

Die Folge: Unsere Bevölkerung leidet unter einer schlimmen Vitamin-D-Unterversorgung. Im Winterhalbjahr verstärkt sich das in dramatischen Dimensionen. Dann haben beispielsweise 68 Prozent der deutschen Männer und 61 Prozent der deutschen Frauen einen Wert von unter 20 ng/ml 25OHD. Bei Frauen im Alter von 65 bis 75 Jahren weisen sogar 73 Prozent einen solchen bedenklichen Mangel auf! Die Kinder und Jugendlichen in Deutschland weisen im Winterhalbjahr sogar mit 80 Prozent bei den Jungen und 79 Prozent bei den Mädchen einen Mangelwert von unter 20 ng/ml auf!

Dabei ist dieser untere Normbereich von 20 ng/ml schon zu niedrig angesetzt. In den letzten Jahren haben unzählige wissenschaftliche Untersuchungen ergeben, dass Werte von mindestens 30 ng/ml erreicht werden müssen, um diversen Gesundheitsrisiken zu entgehen. Nach heutiger Sichtweise müssen Blutkonzentrationen unter 20 ng/ml als "Vitamin-D Mangel" und Werte im Bereich 20-30 ng/ml immer noch als "unzureichend" gelten. Welche Werte als "optimal" bezeichnet werden können, ist noch nicht geklärt. Nach der am häufigsten vertretenen Expertenmeinung der jüngsten Zeit wäre es der Bereich zwischen 40 und 80 ng/ml.

Ein bewusster, aufmerksamer Umgang mit dem natürlichen Sonnenlicht hingegen stärkt die physische und geistige Leistungskraft und hebt unsere Seelenstimmung!

Allerdings sind hierbei die gleichen Risiken und Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, wie bei der natürlichen Sonne: Eine Rötung der Haut gilt es zu vermeiden. Sonnenbrand ist das größte Hautkrebsrisiko.
Faustregel: Nur die halbe Zeit bis zu einer Rötung sonnen. Damit lassen sich die Vorteile bei gleichzeitig geringem Risiko nutzen. Das sind je nach Hauttyp und Vorbräunung typischerweise zwischen 10 und 30 Minuten.
Wer länger an der Sonne bleiben will, muss sich anschließend mit hohem Lichtschutzfaktor schützen.

Kinder und Menschen mit empfindlicher Haut sollten deshalb besonders sorgsam mit der Sonnenbestrahlung umgehen.

Kein Wunder also, wenn es uns fast magisch nach draußen zieht, sobald die Temperaturen nach oben steigen.

LICHT wird unterschieden in...

... das sichtbare Licht,

... das infrarote Licht, das man als Wärme spürt,

... und das ultraviolette Licht,

dieses wiederum in UVA - und UVB - Strahlen.

Die kurzwelligen UVB-Strahlen sind sehr energiereich und können Sonnenbrand verursachen.

Die UVA-Strahlen hingegen sind langwelliger und verursachen eine rasche Bräunung, die allerdings nicht lange anhält.

Sie dringen tiefer in die Haut ein und greifen das elastische Bindegewebe der Haut an. Dies kann zu vorzeitiger Hautalterung führen.

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Dieser Text wurde von Herrn Dr. Nicolai Worm überarbeitet.

Herr Dr. Worm ist Autor des Buches

Heilkraft D

Wie das Sonnenvitamin vor Herzinfarkt, Krebs und anderen Zivilisationskrnakheiten schützt.



Das Buch ist erschienen im Systemed Verlag, Lünen
ISBN: 978-3-927372-47-4
Preis: 15,95 Euro.